IHR WEG

ZUR VERKÄUFERIN

ZUM VERKÄUFER

ZUR EINZELHÄNDLERIN

ZUM EINZELHÄNDLER

Ausbildung im Einzelhandel

Der Einzelhandel bietet eine 2-jähige Ausbildung zum Verkäufer oder eine 3-jährige Ausbildung zum Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel an. Typische Branchen für Verkäufer und Einzelhandelskaufleute sind in erster Linie Modehäuser, Baumärkte, Elektrofachmärkte, Supermärkte, Kaufhäuser, Lebensmittelfachgeschäfte und Tankstellen. Zusätzlich bieten wir im Schuljahr 2026/27 das neue 1+x Modell im Einzelhandel für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bedarf an Sprachförderung an.

Aufgaben

Verkäufer/innen verkaufen Waren aller Art. Sie führen Verkaufs- und Beratungsgespräche mit Kunden, bedienen die Kasse und führen Abrechnungen durch. Sie nehmen Warenlieferungen an, sortieren Waren, räumen Regale ein und zeichnen Preise aus. Regelmäßig führen sie Qualitätskontrollen durch, prüfen den Lagerbestand und bestellen Waren nach.  Darüber hinaus wirken sie bei der Planung und Umsetzung von werbe- und verkaufsfördernden Maßnahmen mit.

Kaufleute im Einzelhandel verkaufen Waren und führen Beratungsgespräche. Außerdem wirken sie bei der Sortimentsgestaltung, beim Einkauf, der Lagerhaltung und der Verkaufsförderung mit und übernehmen Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Im Onlinehandel betreuen sie Onlineshops, pflegen Produktkataloge und setzen Onlinemarketing ein.

Lehrerteam Einzelhandel

I. Das neue 1+x Modell im Einzelhandel

Für wen ist Das 1+x Modell?

Am Schulstandort Friedberg richtet sich das „1+x Ausbildungsmodell“ in Zusammenarbeit mit der IHK Schwaben an Auszubildende zum Verkäufer bzw. zur Verkäuferin oder zur Kauffrau bzw. Kaufmann im Einzelhandel, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die Unterstützung in der Sprache benötigen. In der Regel wird angenommen, dass ein besonderer Bedarf an Sprachförderung besteht, wenn die Auszubildenden zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns nicht länger als 48 Monate ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland oder in einem deutschsprachigen Land hatten.

Darüber hinaus steht das Modell allen Auszubildenden offen, die eine Sprachförderung wünschen, um ihre Chancen auf Erfolg zu erhöhen.

Ziele

Das Kombimodell 1+x ist ein Ausbildungs- und Beschulungsmodell,

  • das fachbezogenen Spracherwerb von Anfang an mit dem Besuch der Berufsschule und der Ausbildung im Betrieb kombiniert,
  • das die Ausbildung um ein Jahr verlängert, um den Jugendlichen mehr Zeit und Unterstützung beim Lernen zu geben,
  • das insbesondere im 1. Schuljahr gezielt die Sprachkompetenz im Berufsschulunterricht fördert und
  • das die Integration in Arbeit und Gesellschaft frühzeitig fördert und damit die Abbruchquote deutlich reduziert.

Vorteile des Modells 1+x

Vorteile für den Auszubildenden 

  • Intensive Unterstützung in der Berufsschule mit kleineren Klassen und angepasstem Lerntempo.
  • Mehr Zeit zum Lernen und Verstehen der fachlichen Inhalte und Fachbegriffe.
  • Abbau von Sprachbarrieren von Anfang an.
  • Vergütung vom Beginn der Ausbildung an.
  • Bessere Chancen, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen und den Berufseinstieg zu meistern.

Vorteile für die Ausbildungsbetriebe 

  • Höhere Planungssicherheit über die gesamte Ausbildungszeit.
  • Intensivere Unterstützung und Bindung der Auszubildenden an den Betrieb.
  • Mehr Zeit für eine schrittweise Vermittlung von Ausbildungskenntnissen.
  • Entlastung der Ausbilderinnen und Ausbilder durch bedarfsgerechte Förderung der Jugendlichen.
  • Beitrag zur Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Integration.
  • Während der ersten beiden Ausbildungsjahre besuchen die Auszubildenden an zwei Tagen pro Woche die Berufsschule.
  • Im dritten bzw. vierten Ausbildungsjahr reduziert sich dies auf einen Schultag pro Woche in der Regelklasse.

Vorteile für die Ausbildungsbetriebe 

  • Höhere Planungssicherheit über die gesamte Ausbildungszeit.
  • Intensivere Unterstützung und Bindung der Auszubildenden an den Betrieb.
  • Mehr Zeit für eine schrittweise Vermittlung von Ausbildungskenntnissen.
  • Entlastung der Ausbilderinnen und Ausbilder durch bedarfsgerechte Förderung der Jugendlichen.
  • Beitrag zur Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Integration.

Weitere Informationen

Sollten Sie weitere Informationen zum neuen Ausbildungs- und Beschulungsmodell 1+x benötigen, wenden Sie sich gerne direkt an die Fachbetreuerin der Abteilung WVI, Christine Baur, OStRin, Tel.: 0821 267887 – 0, E-Mail: verwaltung@bs-wittelsbacherland.de

Download Flyer 1+x

Im Bereich Download finden Sie den Flyer zum 1+x Modell und zwei Flyer zu den Ausbildungsberufen Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin.

II. Die klassische Ausbildung im dualen System

Beide Berufe sind anerkannte Ausbildungsberufe. Die Ausbildung findet im Dualen System statt, d.h. die Auszubildenden besuchen im ersten Jahr an 1,5 Tagen pro Woche die Berufsschule und an 3,5 Tagen findet die Ausbildung im Betrieb statt. Im 2. Ausbildungsjahr besuchen die Auszubildenden an einem Tag pro Woche die Berufsschule. Am Ende des 2. Ausbildungsjahres findet die IHK-Abschlussprüfung für die Verkäufer statt bzw. der erste Teil der IHK-Abschlussprüfung für die Einzelhandelskaufleute. Die Einzelhandelskaufleute besuchen im 3. Jahr weiterhin einmal pro Woche die Berufsschule und legen am Ende ihrer Ausbildung den 2. Teil der IHK-Abschlussprüfung ab.

Die Ausbildung im Einzelhandel erfordert Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Aufgeschlossenheit und Freude im Umgang mit Kunden. Die Berufsschule lehrt die theoretischen Inhalte der Ausbildung, die für das Verständnis der Zusammenhänge und Prozesse wichtig sind sowie für das Absolvieren der Abschlussprüfung.

Die Ausbildung ist erfolgreich abgeschlossen mit Bestehen der IHK-Abschlussprüfung. In Verbindung mit einer Durchschnittsnote im Abschusszeugnis der Berufsschule von 3,0 und mindestens ausreichenden Englischkenntnissen wird der Mittlere Schulabschluss zuerkannt.

Stundentafel

Jgst. 10
Std/Woche
Jgst. 11
Std/Woche
Jgst. 12
Std/Woche
Einzelhandelsprozesse 623
Kundenorientiertes Verkaufen (KOV)32-
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle 212
Englisch (E)111
Religion (Rel), Ethik (Eth)111
Deutsch (D)111
Politik und Gesellschaft (PuG)111
Gesamt1999

Lernfelder im Fachunterricht

Jgst.FachLernfeld
10EHPLF 1: Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren
10EHPLF 5: Werben und den Verkauf fördern
10EHPLF 6: Waren beschaffen
10EHPLF 7: Waren annehmen, lagern und pflegen
10KOVLF 2: Verkaufsgespräche kundenorientiert führen
10KOVLF 4: Waren präsentieren
10KSKLF 3: Kunden und Kundinnen im Servicebereich Kasse betreuen
11EHPLF 9: Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen
11EHPLF 12: Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden, Teil 1
11KSKLF 8: Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren
11KOVLF 10: Besondere Verkaufssituationen bewältigen
12EHPLF 12: Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden, Teil 2
12EHPLF 13: Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen
12EHPLF 14: Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln
12KSKLF 11: Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern

Möglichkeiten der Ausbildungsverkürzung

Nach dem Berufsbildungsgesetz sind folgende Möglichkeiten für eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich:

VoraussetzungenMögl. Verkürzung
bei VertragsabschlussMittlere Reife6 Monate
bei VertragsabschlussWirtschaftsschulabschluss6 Monate
bei VertragsabschlussAbitur bzw. Fachabitur (FOS)6 - 12 Monate
gegen Ausbildungsendeüberdurchschnittliche Leistungen in Schule/Betrieb6 Monate

Berufsaussichten

Mit Weiterbildungen, Fortbildungen, einem Studium oder durch Selbstständigkeit bietet der Handel vielfältige Perspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten.

Qualifizierungslehrgänge

  • Einkauf, Lager- und Materialwirtschaft, Logistik, Versand
  • Waren-, Produkt- und Verkaufskunde
  • Marketing, Vertrieb, Verkauf
  • E-Commerce

Weiterbildungsangebote im Einzelhandel

  • Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin
  • Geprüfter Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel/Geprüfte Fachwirtin für Vertrieb im Einzelhandel
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Handel
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für allgemeine Betriebswirtschaft
  • Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe

Möglichkeiten, sich im Anschluss an die Ausbildung Selbstständig zu machen

  • eigenen Einzelhandels- oder Fachhandelsbetrieb
  • freie Handelsvertreter/innen
  • Übernahme einer Einzelhandelsfiliale im Rahmen eines Franchisekonzepts

Download

Im Bereich Download finden Sie zwei Flyer zu den Ausbildungsberufen Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin sowie einen Flyer zum 1+x Modell.

Kontakt

Christine Baur, OStRin
Tel.: 0821 267887 – 0
E-Mail: verwaltung@bs-wittelsbacherland.de

Nach oben scrollen